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Gemeinde Tuningen (Druckversion)

Grußwort zum Jahreswechsel von Herrn Bürgermeister Ralf Pahlow

Autor: Frau Hagemann
Artikel vom 16.12.2021

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

der Jahreswechsel ist für uns Alle die Zeit, inne zu halten und in Gedanken die vergangenen zwölf Monate an sich vorbeiziehen zu lassen. Es ist jetzt auch die Zeit, gute Vorsätze für das neue Jahr zu fassen, Pläne zu schmieden und einen Blick in die Zukunft zu wagen.

Der Blick zurück ruft Erfreuliches und sicherlich auch weniger Erfreuliches, Erreichtes, Vollendetes oder Misslungenes in Erinnerung. Auch der Ausblick ins neue Jahr wird unterschiedlich ausfallen. Hoffnung, Bedenken und Skepsis liegen oft eng beieinander.

Wie in Ihrem privaten Bereich, verhält es sich im öffentlichen Bereich unserer Gemeinde. Auch hier gilt es Rückschau zu halten und Bilanz zu ziehen. Dann wird deutlich, wo wir stehen. Wir haben in vielen Bereichen eine Basis für das geschaffen, was wir uns für die kommende Zeit vornehmen. Verwaltung und Gemeinderat haben eine klare Vorstellung von dem, was wir erreichen wollen, nämlich unsere Gemeinde weiter zu entwickeln und für unsere Bürgerinnen und Bürger attraktiv zu gestalten.

Dabei stellen wir jedoch fest, dass wir die gesteckten Ziele nicht immer in der Zeit erreichen, die wir für die Umsetzung der Projekte vorgesehen haben. Die Wiederbelebung des ehemaligen Liapor-Geländes, die Ansiedlung einer neuen Hausarztpraxis und einer neuen Zahnarztpraxis, die Schaffung von neuem Wohnraum durch die Bebauung von Baulücken, die Schaffung zusätzlicher Betreuungsplätze für Kleinkinder im Familienzentrum, die Modernisierung der Gemeindeverwaltung,  ….. alles das sind Beispiele für Projekte, die angestoßen wurden, deren Fertigstellung jedoch noch einige Zeit benötigen wird.

Sind wir mit unserer Leistungsbilanz 2021 einverstanden und zufrieden?

Die Antwort auf diese Frage mag je nach Blickwinkel unterschiedlich ausfallen. Was die gesteckten Ziele von Verwaltung und Gemeinderat anbelangt, werden nicht alle einer positiven Bewertung zustimmen können. Das liegt in der Natur der Sache. Wir sollten uns allerdings stets darüber bewusst sein, dem Wünschbaren stets auch nur das wirklich Machbare gegenüberzustellen – und in diesen schwierigen Zeiten genau zu prüfen, was wirklich machbar war und ist. Wir dürfen nicht die Gründe und Hemmnisse aus dem Blick verlieren, die einem optimalen Ergebnis im Wege gestanden haben, wie bspw. bürokratische Hürden, der Mangel an Material und Arbeitskräften oder leider wieder die vielfältigen, negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Zwei wesentliche Erkenntnisse bleiben uns in der gegenwärtigen Situation nicht erspart.

Die Geduld, auf Ergebnisse warten zu können, muss wieder mehr in den Mittelpunkt unseres täglichen Lebens rücken. Nicht alles, was machbar erscheint, kann sofort oder schnell umgesetzt werden.

Die Eigenverantwortung muss neue Kraft in unserer Gesellschaft entfalten. Vielfach gesetzte Erwartungen an Politik und Verwaltung sollte jeder für sich prüfen und versuchen, seinen Teil für ein gutes Zusammenleben in der Gemeinde und in der Gesellschaft beizutragen. Wir alle müssen darauf hinwirken, uns für die Gemeinschaft einzusetzen wo immer dies gerade unter den zweifelsohne schwierigen Bedingungen möglich ist.

Jeder ist aufgerufen, seinen Teil dazu beizutragen, Defizite im gesellschaftlichen Zusammenleben in unserer Gemeinde zu minimieren und unser Gemeinschaftsleben positiv zu beeinflussen. Gegenseitige Rücksichtnahme, Toleranz und Hilfsbereitschaft gehören gerade in der jetzt so schwierigen Zeit in erster Linie dazu. Dies ist vor dem Hintergrund der von der Corona-Pandemie verursachten Vereinsamung vieler einzelner Menschen besonders wichtig.

Beim Rückblick auf das vergangene Jahr haben wir allerdings auch Anlass, Dank und Anerkennung auszusprechen. Dank und Anerkennung soll an alle die Bürgerinnen und Bürger gehen, die sich in vielfältiger Weise in unserer Kommune engagiert haben. Diese Einsatzbereitschaft sehe ich als besonderes „Qualitätsmerkmal“ unseres Gemeinwesens an.

Unseren Dank verbinden wir mit der Bitte, in dieser Verbundenheit mit unserem Gemeinwesen nicht nachzulassen. Auch in Zukunft ist jeder dazu aufgerufen, nach seinen Möglichkeiten mit anzupacken, sich einzubringen und aktiv mitzugestalten.

Ich wünsche Ihnen zusammen mit allen Mitgliedern des Gemeinderats, den Bediensteten der Gemeindeverwaltung, den Erzieherinnen des Familienzentrums und den Mitarbeitern des Bauhofs ruhige und gesunde Weihnachtstage und einen guten und gesunden Übergang in das kommende Jahr 2022, erneut verbunden mit der Hoffnung auf hoffentlich viel mehr Gelegenheiten zu einem persönlichen Kontakt mit Ihnen.

 

Ihr

Ralf Pahlow

Bürgermeister

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